Was bleibt von einem Leben, wenn die Erinnerungen verblassen? Sabine war Zeit ihres Lebens eine Suchende: als Weltreisende erkundete sie die Ferne, als Hospizhelferin die Grenzen des Lebens. Als sie selbst an Demenz erkrankt, stellt sich die Frage nach der Selbstbestimmung neu.
Der Film von Filmemacherin Yvonne Hotz sowie Monia und Alina Ben Larbi ist kein klassisches Krankheitsporträt. Es ist eine Spurensuche. Tochter Monia lässt jene zu Wort kommen, die Sabine in ihrer letzten Lebensphase nahe waren – von der Pflegekraft bis zur Bestatterin. Entstanden ist ein berührendes Werk über ein Netzwerk der Fürsorge, das zeigt: Ein würdevoller Abschied ist möglich, wenn man den Menschen hinter der Diagnose nicht verliert.
Im Anschluss an die Vorführung laden die Veranstalter zu einer Podiumsdiskussion ein. Hier wird der Bogen von der Leinwand in die Realität gespannt: Wie können wir als Gesellschaft Demenzerkrankte integrieren? Wie bewahrt man sich die eigene Stimme bis zum Schluss?
Das Publikum ist herzlich eingeladen, seine Fragen und Gedanken in die Runde einzubringen.